Haus Gottesgabe

Geschichte

Magdalene Weller vor dem Haus Weller

Magdalene Weller, eine pensionierte Schulrätin im Vogelsberg, war in den 1950er Jahren von der Idee erfüllt, ein Angebot für lernbehinderte Kinder zu entwickeln. Gemeinsam mit Freunden aus der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Homburg gründete sie 1962 den Verein »Haus Gottesgabe e.V.«

Der Verein sollte ursprünglich »Haus Dorothea« genannt werden, zu Ehren der Johanniterschwester Dorothea Betz, einer engen Vertrauten von Frau Weller und Mitbegründerin des Vereins. Mit dieser Ehrung konnte sich Frau Betz aber nicht identifizieren. Schließlich einigte man sich auf die deutsche Fassung des griechischen Namens »Dorothea«, also »Gottesgabe«.

Die Vereinsgründer sammelten eifrig Gelder für den Bau eines Hauses. Frau Weller selbst brachte ihre gesamten Ersparnisse ein. Die Kirchengemeinde Bad Homburg stellte dem Verein ein großes Grundstück im Erbpachtverhältnis zur Verfügung. Zum Weltkindertag 1962 konnte mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden.
Im Januar 1963 zogen 10 Kinder ein. Frau Weller und ihre Freundin, Frau Betz, lebten mit ihnen zusammen und waren zugleich ihre Erzieherinnen.

In den folgenden Jahren wurde das pädagogische Angebot ständig erweitert. 1966 wurde auf dem Grundstück ein zweites und 1969 ein drittes Haus erbaut.

In den 1970er Jahren erkrankte Magdalene Weller an Demenz. Das Heim verursachte kurzfristig negative Schlagzeilen, bis personelle und bauliche Veränderungen sowie die Übertragung des Geländes an den Trägerverein den weiteren Bestand von Haus Gottesgabe sicherten.

Kontakt

Evangelische Kinder- und Jugendhilfe in Bad Homburg Haus Gottesgabe
gemeinnützige GmbH
Gluckensteinweg 11
61350 Bad Homburg
Telefon: 06172 96 84 0
eMail: info@jugendhilfe-badhomburg.de